Der Spaß mit der Umweltbehörde

Nicht immer geht bei einem Bauprojekt alles reibungslos von der Hand – schon gar nicht, wenn die Umweltbehörde mitmischt. Nach unserem Abriss meldete sich das Amt und forderte Dokumente an, um zu prüfen, ob wir als Grundstückseigentümer alles ordnungsgemäß recycelt und entsprechende Fachfirmen beauftragt hatten.

Prinzipiell ist es natürlich zu begrüßen, dass eine Behörde hier genau hinschaut. Schließlich gibt es leider genug Wald-und-Wiesen-Firmen, die ihren Bauschutt einfach irgendwo im Wald oder anderweitig illegal entsorgen.

Allerdings zog sich unser kleines „Beweisverfahren“ dann über gut vier Monate hin. Die zuständige Sachbearbeiterin, die ursprünglich aus dem Jobcenter kam und erst seit Juni 2025 bei der Behörde war, wollte alles ganz besonders genau nehmen.

Ihr O-Ton am Telefon: „Man muss ja immer skeptisch sein und alles hinterfragen. Man kann nie jemandem vertrauen. Und manchmal ist es besser, den Hörer in die Hand zu nehmen, um Probleme schnell zu klären.“

Ja, danke dafür! Das Lustige daran war, dass ich ihr in meinen fünf vorangegangenen E-Mails bereits viermal angeboten hatte, mich bei Fragen einfach direkt anzurufen. Stattdessen kamen die Antworten und Folgefragen immer nur auf dem Postweg.

Nachdem ich der Dame dann zum fünften Mal Dokumentationen und Zertifikate unseres ohnehin schon verzweifelten Abrissunternehmens (MTH Abbruch Erd- und Tiefbau GmbH) zugesendet und ihr im besagten Telefonat noch einmal alles ausführlich erklärt hatte, war sie auf einmal ruhig und glücklich.

Das Ende vom Lied: Nach vier langen Monaten kam dann tatsächlich eine E-Mail (und zur Abwechslung mal kein Brief :D) mit der Bestätigung, dass nun alles lückenlos nachgewiesen und der Fall damit offiziell abgeschlossen sei. Juhuuuuuuu!